Wohngebäude

Wohngebäude im Sinne der Energieeinsparverordnung sind Gebäude, die ausschließlich zum Wohnen genutzt werden. Dabei werden Alten- und Pflegeheime hinzugezählt. Wohngebäude werden nach §3 der EnEV nach DIN 4108 in Verbindung mit DIN 4701 oder nach DIN V 18599 berechnet.

Nachzuweisen ist der Jahresprimärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust der Gebäudehülle bezogen auf ein Referenzgebäude. Bei der Berechnung des Jahresprimärenergiebedarfs wird zusätzlich zum Endenergiebedarf/Heizwärmebedarf auch die Energie miteinbezogen, die für Herstellung, Transport und Lagerung des Brennstoffs nötig ist. Je kleiner der Wert, umso besser. Anhand dieser Zahl sowie weiteren Faktoren lässt sich ein Haus energetisch bewerten, die Energieeffizienz bestimmen und in einem Energieausweis dokumentieren.

Solange die Innenräume eines Gebäudes eine höhere Temperatur aufweisen als die Außenluft oder das Erdreich, wird Energie durch die Gebäudehülle von innen nach außen geleitet (transmittiert). Diese Wärmeleitung führt zu einem Transmissionswärmeverlust des Gebäudes.

Gebäude im Bestand werden nach §9 der Energieeisparverordnung berechnet. Je nach geplanter Maßnahme kann eine Gesamtbilanzierung nach §3 erforderlich sein oder der Nachweis einzelner Bauteile ausreichend sein.

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