Wärmeschutzgesetze

  • EnEG 1976

    Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) wurde 1976 zur Verbesserung der Handelsbilanz, genauer: zur Reduzierung der Abhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland von importierten Energieträgern erlassen. Hintergrund ist die Ölkrise 1973.

  • Wärmeschutz

    Die Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden (Wärmeschutzverordnung - WärmeschutzV) trat erstmals am 1. November 1977 als Folge des 1976 vom Bundestag beschlossenen Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) in Kraft. Ihre Zielsetzung war vor dem Hintergrund steigender Energiepreise die Reduzierung des Energieverbrauchs durch bauliche Maßnahmen.

  • HeizAnlV

    Die Heizungsanlagen-Verordnung (HeizAnlV) war eine deutsche Verordnung, die Bestimmungen zur Energieeinsparung sowie Vorschriften für Niedertemperaturkessel und Thermostatventile enthielt.

  • HeizBetrV

    Die Heizungsbetriebsverordnung (HeizBetrV) wurde auf der Grundlage des EnEG 1977 – im Wesentlichen des § 3 – erlassen, um für Zentralheizungen mit Wasser als Wärmeträger sowie für Anlagen zur Warmwasserbereitung Anforderungen zur Aufrechterhaltung der Energieeffizienz im Betrieb zu erlassen. Sie richtete sich an Betreiber solcher Anlagen und galt ausschließlich für Anlagen in Gebäuden.

  • EnEG 1980

    Im Jahr1980 wurde das EnEG durch das "Erste Gesetz zur Änderung des Energieeinsparungsgesetzes vom 20. Juni 1980" fortgeschrieben. Dabei wurde der Wirtschaftlichkeitsvorbehalt (§ 5) für Bestandsmaßnahmen differenziert sowie - um Konflikte mit der Verwaltungsvereinfachung zu vermeiden - der § 7 verändert.

  • HeizAnlV 82

    Seit 1982 enthält die Heizungsanlagen-Verordnung auch Vorschriften zur Nachrüstung von Regelungseinrichtungen. In § 14 Absatz 1 Satz 1 EnEV wird beim Einbau von Zentralheizungen in Gebäude eine Ausstattung mit zentralen, selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Verringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Ausschaltung elektrischer Antriebe in Abhängigkeit von der Außentemperatur und der Zeit gefordert.

  • WärmeschutzV 82/84

    Die "Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden wurde am 24. Februar 1982 neu gefasst. Damit sollte vor allem das Anforderungsniveau verschärft werden. Weitere Änderungen gegenüber der Wärmeschutzverordnung 1977 waren die Einführung so genannter "bedingter Anforderungen" für bestimmte bauliche Änderungen im Bestand normal beheizter Gebäude, sowie neue Anforderungen zum Wärmeschutz im Sommer. Die Wärmeschutzverordnung trat in Teilen bereits am 1. März 1982, im Wesentlichen aber erst zum 1. Januar 1984 in Kraft. Sie wird daher entweder als Wärmeschutzverordnung 1982/84 oder als Wärmeschutzverordnung 1984 bezeichnet.

  • WärmeschutzV 1995

    Die "Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz bei Gebäuden (Wärmeschutzverordnung - WärmeschutzV)" wurde am 16. August 1994 neu gefasst und trat zum 1. Januar 1995 in Kraft. Eingeführt wurde der Wärmebedarfsausweis, k-Wert Vorgaben, Bilanzverfahren und konkrete Kennzahlen für den Heizwärmebedarf.

  • EnEV 2002

    Die Energieeinsparverordnung löste die Wärmeschutzverordnung (WSchV) und die Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) ab und fasste sie zusammen. Ihre erste Fassung trat am 1. Februar 2002 in Kraft.Dies kam der Forderung vieler Fachleute nach, das Gebäude energetisch als eine Einheit zu behandeln.

  • EnEG 2005

    Bundestag und Bundesrat haben im Frühsommer 2005 Änderungen des Energieeinspargesetzes von 1976 beschlossen. Die Änderungen dienen der Umsetzung der EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Darin fordert die EU die Mitgliedstaaten auf eine Methode zur Berechnung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden anzuwenden, die die thermischen Eigenschaften des Gebäudes, die Heizungsanlage und Warmwasserversorgung, Klimaanlagen, eingebaute Beleuchtung und Innenraumklimabedingungen berücksichtigt.

  • EnEV 2009

    Ziel der Novelle der Energieeinsparverordnung ist es, den Energie-, Heizungs- und Warmwasserbedarf um zirka 30 % zu senken. Zu den wesentliche Änderungen gehören de Senkung der Obergrenze des zulässigen Jahres-Primärenergiebedarfs für Neu- und Altbauten (bei Modernisierung) um durchschnittlich 30 Prozent, die Erhöhung der energetischen Anforderungen an die Wärmedämmung von Neubauten um durchschnittlich 15 %. In der Altbaumodernisierung mit wesentlichen baulichen Änderungen an Bauteilen wurden die energetische Anforderung um 30 % erhöht.

  • EnEG 2014

    Die Überarbeitung der Energieeinsparverordnung findet ihren eigentlichen Ursprung im Kyoto-Protokoll von 1997 und dem damit verbundenen Ziel der Bundesregierung, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Details können Sie hier nachlesen.

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