Feuchtigkeitsnachweis

© Markus Mainka - Fotolia.com

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Das kühle Getränk im Sommer ist lebensnotwendig. Die Wahl des Getränkes ist abhängig vom individuellem Geschmack und Lebensstandard. Ein lästiges Ärgernis jedoch ist die Tauwasserbildung. Eine kalte Getränkeflasche frisch aus dem Kühlschrank ist nach kurzer Zeit von außen nass.

Das Mollier-Diagramm (HX-Diagramm) zeigt die Zusammenhänge zwischen
Lufttemperatur, absolutem Wassergehalt der Luft und relativer Luftfeuchtigkeit. Abhängig von der Temperatur nimmt die Luft einen absoluten Wassergehalt [mg Wasser/m3 Luft] auf. Kühlt die Luft ab, erhöht sich die relative Luftfeuchtigkeit aber der absolute Wassergehalt bleibt konstant. Kühlt sich die Luft so stark ab, dass sich eine relative Luftfeuchtigkeit von 100% einstellt, kondensiert das Wasser aus, die Flasche wird nass.

Übertagen auf den Wohnungsbau ist der Zusammenhang zwischen Raumlufttemperatur, relative Luftfeuchtigkeit und Oberflächentemperatur der Bauteile zu untersuchen. Kühlt ein Außenbauteil auf der Rauminnenseite durch mangelnde Dämmung so stark ab, dass die Raumluft kondensiert, setzt sich die Feuchtigkeit auf der kalten Oberfläche ab und verursacht Schäden. Der Einsatz von Dampfsperren oder Dampfbremsen bei innenseitiger Dämmung ist hier nur hilfreich, wenn die warme Raumluft nicht durch Konvektion in die Konstruktion eindringen kann. Eine fachkundige Detailplanung und ein Luftdichtigkeitskonzept kann im Vorfeld schon viele Schäden verhindern.

Unumgänglich ist der Feuchtigkeitsnachweis bei allen Neubauten in Verbindung mit dem Wärmeschutznachweis nach EnEV und bei energetischen Änderungen im Bestand. Die Berechnung der Taupunkte erfolgt nach DIN 4108 im stationären Zustand.

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