Fachbegriffe

Betriebsbrandschutz

In Betrieben mit besonderen Brandgefährlichkeit ist die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten, die Erstellung eines Brandschutzplanes, die Ausbildung von Betriebsangehörigen in der Ersten und Erweiterten Löschhilfe und Belehrung über das Verhalten im Brandfall sowie die Durchführung von Eigenkontrollen vorgeschrieben.

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Rettungsweg

Jede Nutzungseinheit mit Aufenthaltsräumen muss in jedem Geschoss über mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege erreichbar sein. Der erste Rettungsweg muss – wenn nicht zu ebener Erde liegend – über mindestens ein Stiegenhaus führen, der zweite Rettungsweg kann eine mit Rettungsgerät der Feuerwehr erreichbare Stelle (z.B. notwendiges Fenster) oder ein weiteres Stiegenhaus ein.

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Was bedeutet Primärenergiebedarf?

Bei der Berechnung des Jahresprimärenergiebedarfs wird zusätzlich zum Endenergiebedarf/Heizwärmebedarf auch die Energie miteinbezogen, die für Herstellung, Transport und Lagerung des Brennstoffs nötig ist. Je kleiner der Wert, umso besser.

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Was ist der U-Wert?

Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient, Wärmedämmwert, früher K-Wert) gibt an, wie viel Energie pro Grad Temperaturdifferenz über eine Fläche von 1 m² Gebäudehülle entweicht – angegeben in Watt pro Quadratmeter mal Kelvin bzw. W/m²K. Der Kehrwert des Wärmedurchgangskoeffizienten ist der Wärmedurchgangswiderstand RT in (K·m²)/W.[1].

  • Je höher der Wärmedurchgangskoeffizient, desto schlechter ist die Wärmedämmeigenschaft des Stoffs.
  • Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient, (= je höher der Wärmedurchgangswiderstand), desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft.

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Was ist der Blower-Door-Test?

BlowerdoortestMit dem Differenzdruck-Messverfahren (auch: Blower-Door-Test) wird die Luftdichtheit eines Gebäudes gemessen. Das Verfahren dient dazu, Leckagen in der Gebäudehülle aufzuspüren und die Luftwechselrate zu bestimmen. Durch die Druckdifferenzen wird eine konstante Windlast auf das zu messende Gebäude simuliert. Durch einen Ventilator wird Luft in das zu untersuchende Gebäude gedrückt oder herausgesogen. Zur Anpassung des geförderten Luftstrom an die Gebäudedichtigkeit dienen verschieden große Messblenden für den geförderten Volumenstrom. Durch die Meßblenden erzeugt das Gebläse im Ventilator selbst einen Überdruck. Messinstrumente bestimmen die zwei Druckdifferenzen:
1.) Druckdifferenz zwischen Außen- und Innenraum
2.) Druck im Ventilator – und damit die Größe des Luftstroms, die der Ventilator transportiert.

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Aktiver Lärmschutz

Aktiver Lärmschutz bezeichnet die Möglichkeiten der Verringerung des Lärms direkt an der Ursache, z.B. durch Schwingungsdämpfer an Maschinen, Schalldämpfung in Rohrleitungen, Verringerung von Motorengeräuschen oder der Einsatz von schallarmen Haushaltsgeräten und gesellschaftliche Rücksichtnahme.

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Passiver Lärmschutz

Passiver Lärmschutz ist der Schutz vor Lärm am Empfangsort. Eine Wohnung oder Unterkunft jeglicher Art kann durch passiven Lärmschutz, also Schallschutzfenster und Schalldämmung durch Wände und Dächer, vor gesundheitsgefährdenden Lärm bewahrt werden.

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Was ist ein Brandschutzkonzept?

Bei der Erstellung eines Brandschutzkonzeptes gilt es, die Sicherheit für Personen und Sachwerte zu garantieren. Bauherren müssen bei Neubauten, Umbauarbeiten und Nutzungsänderungen von Gebäuden immer dann ein Brandschutzkonzept vorlegen, wenn das Vorhaben von den baurechtlichen Anforderungen abweicht oder es sich um ein Gebäude besonderer Art und Nutzung (zum Beispiel Industriebau, Sportstadion, Mehrzweckhalle, Krankenhaus) handelt. Für jedes Bauvorhaben kommen so unterschiedliche Anforderungen zum Tragen.

Ein allgemeines Brandschutzkonzeptes umfasst nach der Einleitung eine Liegenschafts- und Gebäudeanalyse, die baurechtliche Einordnung des Vorhabens, eine Risikobewertung mit dem Erstellen der Schutzziele und die konkreten Brandschutzmaßnahmen.

Die einzelnen Maßnahmen umfassen alle baulichen Tätigkeiten, durch die die Möglichkeit der Brandentstehung verhindert oder seine Auswirkungen auf ein möglichst geringes Maß begrenzt werden. Dabei sollen die folgenden Schutzziele erreicht werden:

  1. Höchstmöglichen Schutz für Nutzer und Besucher eines Gebäudes
  2. Optimaler Zugang für die Rettungs- und Löschkräfte im Brandfall
  3. Schutz von Kulturgütern und Natur
  4. Vermeiden von Schäden in der Nachbarschaft.Das Brandschutzkonzept ist immer eine Entscheidungshilfe und legt fest, welche Maßnahmen mit welcher Priorität zu treffen sind. Es muss von Behörden, Bauherrn, Betreibern und Versicherern akzeptiert werden. Das Ingenieurbüro Löwenberg achtet dabei auf ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Bei Betrieben kommt zusätzlich noch der Schutz von Sachwerten und ein Betriebsunterbrechungsschutz für die Bausubstanz, Lagerhaltung und Mitarbeiter. Im Schadensfall sollten Ausfallzeiten in der Produktion und Dienstleistung möglichst kurz sein.

Das Brandschutzkonzept ist immer eine Entscheidungshilfe und legt fest, welche Maßnahmen mit welcher Priorität zu treffen sind. Es muss von Behörden, Bauherrn, Betreibern und Versicherern akzeptiert werden. Das Ingenieurbüro Löwenberg achtet dabei auf ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

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Wärmeleitfähigkeit: (Lamda)

Die Wärmeleitfähigkeit in W/(mK) gibt an, welche Wärmemenge in einer Stunde durch einen Quadratmeter einer 1 m dicken Baustoffschicht hindurchgeht, wenn der Temperaturunterschied zwischen den beiden Oberflächen 1 Kelvin beträgt. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Qualität von Dämmstoffen. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaften des Baustoffs. Die Wärmeleitfähigkeit wird von der Dichte des Baustoffes und der Feuchtigkeit beeinflusst. Je mehr Poren ein Baustoff hat, desto geringer ist die Wärmeleitfähigkeit, da Luft gut dämmt. Je mehr Feuchtigkeit ein Baustoff hat, desto höher ist die Wärmeleitfähigkeit. Ein Baustoff mit einer geringen Dichte und einer geringen Feuchtigkeit hat also gute Dämmeigenschaften.

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U-Wert:

Wichtige Energiespargröße. Der U-Wert, der s. g. Wärmedurchgangskoeffizient, ist eine bauphysikalische Größe, die angibt, wie viel Energie (Watt) pro Bauteilfläche (m²) bei einem Grad Temperaturdifferenz (K = Grad Kelvin) durch das Bauteil transmittiert (Einheit: W/m²K). Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung des Bauteils und umso geringer der Wärmeverlust.

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Temperatur-Korrekturfaktor(Fxi):

Dimensionsloser Faktor zur Berechnung des Heizwärmebedarfs.

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Transmissionswärmeverlust (HT):

Er entsteht infolge der Wärmeableitung über die Umschließungsflächen beheizter Räume, wie Wände, Fußböden, Decken oder Fenster. Nach der EnEV stellt der Transmissionswärmeverlust den Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz dar (W/K). Es gilt: Je kleiner der Wert, umso besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärme übertragende Umfassungsfläche liefert der Wert (HT‘ / W/m²K) einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes.

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Lüftungswärmeverlust:

Der Lüftungswärmeverlust stellt jene Wärmemenge dar, die in der Praxis durch Lüftungsvorgänge, Undichtheiten, Schornsteinzug usw. mit der Abluft aus dem Haus entweicht.

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Heizwärmebedarf:

Hierbei handelt es sich um die Wärmemenge, die erforderlich ist, um Transmission und Lüftung eines Gebäudes zu decken. Heizungsverluste und Warmwasser sind hierin nicht enthalten.

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Heizenergiebedarf:

Der Heizenergiebedarf ist diejenige Endenergie, die der Heizungs-anlage eines Gebäudes zugeführt werden muss, damit sie den Heizwärmebedarf des Gebäudes decken kann. Die Heizenergie ist gleich der Heizwärme zuzüglich der Verluste in der Heizungsanlage und in der Verteilung.

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Trinkwasserwärmebedarf:

Der Trinkwasserwärmebedarf bezeichnet die Energiemenge, die zur Erwärmung dem Trinkwasser zugeführt werden muss. Verluste bei der Energieumwandlung (z. B. Verluste des Heizkessels), der Verteilung und sonstige technische Verluste sind nicht enthalten. Er wird bei einer Berechnung nach der EnEV pauschal mit 12,5 kWh/m²a angesetzt. Dies entspricht einem Bedarf von 23 l/Person/Tag.

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Endenergiebedarf:

Der Endenergiebedarf ist die berechnete Energiemenge, die zur Deckung des Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs einschließlich der Verluste der Anlagentechnik benötigt wird. Die Endenergie sollte dabei im Allgemeinen der vom Energieerzeuger berechneten Menge Heizöl (Liter), Erdgas (m³ oder kWh) oder Strom (kWh) entsprechen. Für den Verbrauch bedeutet dies im Normalfall bei Wohngebäuden den Heiz- oder Warmwasserenergieverbrauch, wie er auf den Verbrauchsabrechnungen zu finden ist Wie groß diese Energiemenge tatsächlich ist, hängt von den Lebensgewohnheiten der Gebäudebenutzer und den jeweiligen örtlichen Klimaverhältnissen ab.

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Endenergieverbrauch:

Auch wenn es im physikalischen Sinne keinen Verbrauch gibt, da es sich immer nur um Energieumwandlungen handelt, wird dieser Begriff dennoch verwendet, um die tatsächlich in Anspruch genommene bzw. umgesetzte Energie zu beschreiben.

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Anlagenaufwandszahl:

Die Anlagenaufwandszahl stellt das Verhältnis von Aufwand und Nutzen (z. B. eingesetzter Brennstoff zu abgegebener Wärmeleistung) eines gesamten Anlagensystems dar. Je kleiner die A. ist, umso effizienter ist die Anlage. Die A. schließt auch die anteilige Nutzung erneuerbarer Energien ein. Deshalb kann dieser Wert auch kleiner als 1,0 sein. Bei A. ist die Primärenergie einbezogen. Die Zahl gibt also an, wie viele Einheiten (kWh) Energie aus der Energiequelle (z.B. einer Erdgasquelle) gewonnen werden müssen, um mit der beschriebenen Anlage eine Einheit Nutzwärme im Raum bereitzustellen. Die A. hat nur für die Gebäudeausführung Gültigkeit, für die sie berechnet wurde.

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Primärenergiebedarf:

Der Primärenergiebedarf berücksichtigt neben dem Endenergie-bedarf für Heizung und Warmwasser auch die Verluste, die von der Gewinnung des Energie-trägers an seiner Quelle über Aufbereitung und Transport bis zum Gebäude und der Verteilung, Speicherung im Gebäude anfallen.

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Brennwert:

Bei Brennstoffen unterscheidet man zwei Wärmewerte: Den Brennwert Ho (früher: oberer Heizwert) und den Heizwert Hu (früher: unterer Heizwert). Der Brennwert gibt die gesamte Wärmemenge an, die bei der Verbrennung frei wird, also auch die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase (Wasserdampfkondensation) gebunden ist. Der Heizwert dagegen berücksichtigt nur die Wärme, die ohne Abgaskondensation nutzbar ist. Bei Erdgas liegt der Brennwert deutlich höher als der Heizwert – um 11%.

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Kesselwirkungsgrad:

Die wesentlichen Verluste einer Kesselanlage entstehen durch, im Abgas mitgeführte Wärmeverluste (Abgasverluste), Oberflächenverluste des Heizkessels während des Brennerbetriebs. Diese ergeben zusammen den Kesselwirkungsgrad (Verhältnis von abgegebner Kessel-Nennleistung zum Energieaufwand).

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Energiebilanz:

Differenzierte Darstellung der Energieflüsse zwischen dem Gebäude und der Umgebung. Die Summe aller Energieverluste abzüglich der Energiegewinne ist der End- energiebedarf.

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Gradtagzahl:

Sie ist ein Maß für den Wärmebedarf eines Gebäudes während der Heizperiode mit der Einheit [Kd/a]. Sie stellt den Zusammenhang zwischen der gewünschten Raumtemperatur und der Außenlufttemperatur dar und ist somit ein Hilfsmittel zu Bestimmung des Wärmebedarfes eines Wohnraumes.

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Heizlast:

Unter Heizlast versteht man die zum Aufrechterhalt einer bestimmten Raumtemperatur notwendige Wärmezufuhr, sie wird in Watt angegeben. Die Heizlast richtet sich nach der Lage des Gebäudes, der Bauweise der wärme übertragenden Gebäudeumfassungsflächen und dem Bestimmungszweck der einzelnen Räume. Nach der Heizlast richtet sich die Auslegung der Heizungsanlage.

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Bezugsfläche:

Die Bezugsfläche (Gebäudenutzfläche AN) wurde gemäß Energieeinsparverordnung aus dem beheizten Gebäudevolumen abgeleitet. Die tatsächliche Wohnfläche liegt i.d. R. etwa 20 – 40 % unter dieser errechneten Fläche.

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Luftwechselrate:

Die Luftwechselrate in der Einheit [1/h] ist eine Zahl welche angibt, wie oft das Raumvolumen/Gebäudevolumen in einer Stunde ausgetauscht wird. Sie spielt in der Lüftung von Gebäuden eine Rolle. Bei einem Luftwechsel von 0,7 /h wird in einer Stunde das 0,7-fache (= 70 %) des Raum-/Gebäudevolumens mit Außenluft ausgetauscht.

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Wärmebrücken:

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich zusätzliche Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich.Wird die Oberflächentemperatur durch eine vorhandene Wärmebrücke abgesenkt, kann es an dieser Stelle, bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft, zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen, wie z. B. Schimmelbildung kommen.Typische Wärmebrücken sind z. B. Balkonplatten, Attiken, Betonstützen im Bereich eines Luftgeschosses, Fensteranschlüsse an Laibungen.
Anbringung von Fensterdichtungen – Gerade bei älteren Fenstern ergeben sich häufig Undichtigkeiten zwischen Fenster und Fensterrahmen, weil die Dichtungen entweder nicht ausreichend sind oder oft auch komplett fehlen. Einfache Dichtungsbänder aus dem Baumarkt können einfach und schnell in Eigenleistung angebracht werden und reduzieren Lüftungswärmeverluste.
Abdichtung der Fenster – Der Fensterrahmen „arbeitet“ im Mauerwerk. Hierdurch entstehen kleine Fugen zwischen Mauerwerk und Rahmen. Außerdem werden die Rahmen häufig nicht fachgerecht eingesetzt und abgedichtet. Umso wichtiger ist es, die Rahmen gegen das Mauerwerk dauerelastisch abzuspritzen und so dauerhaft zu dichten.
Dämmung von Balkonen – Eine typische Wärmebrücke, ist im Altbau, die auskragende Balkonplatte. Die Effektivste aber auch aufwendigste Möglichkeit zur Vermeidung von Wärmeverlusten und  Bauschäden ist eine vollständige Dämmung der Balkonplatte. Dies muss sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite des Balkons erfolgen. Gleichzeitig müssen alle Probleme der Randanschlüsse berücksichtigt werden. Eine andere Möglichkeit ist, soweit statisch möglich, den Balkon abzutrennen und durch eine freistehende Konstruktion zu ersetzten.
Dämmung der Rollladenkästen – Rollladenkästen stellen Wärmebrücken dar und sollten daher gedämmt werden. Die Dämmung ist dabei auf der Innenseite der zum Raum hingewandten Flächen anzubringen. Ritzen und Spalten sollten dauerelastisch abgedichtet werden, um eine unkontrollierte Lüftung zu verhindern.
Dämmung der Heizkörpernischen – Dort, wo die Wand am wärmsten wird   hinter den Heizkörpern   ist die Wand meist durch Heizkörpernischen geschwächt. Die hierdurch zusätzlich erhöhten Wärmeverluste können durch eine Dämmung der Nischen reduziert werden. Wenn Heizkörper abgenommen werden müssen, sollten die Nischen auf jeden Fall gedämmt werden, falls keine Dämmung der Außenwand vorgenommen wird.

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EnEV(Energieeinsparverordnung):

Seit dem 1.2.2002 gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV) und löst damit die Wärmeschutzverordnung ´95 ab. Diese begrenzt nun den Transmissionswärmebedarf etwa auf den Stand der vorherigen Niedrigenergiehausqualität und begrenzt zusätzlich den Primärenergiebedarf. Damit wird zusätzlich die Qualität der gesamten Heizungsanlage, der Warmwasserbereitung sowie die Effizienz der Bereitstellung des verwendeten Energieträgers berücksichtigt. Es wird also die gesamte Prozesskette von der Primärenergiegewinnung bis zur Wärmeübergabe im Raum betrachtet.

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Referenzgebäude:

Das Referenzgebäude beschreibt den Neubaustandard nach EnEV. Der maximal zulässige Primärenergiebedarfskennwert und Transmissionswärmeverlust wird für das Gebäude individuell anhand eines Referenzgebäudes mit gleicher Geometrie, Ausrichtung und Nutzungsfläche unter der Annahme standardisierter Bauteile und Anlagentechnik ermittelt.

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Lüftungskonzept nach der DIN 1946-6:

Ein Lüftungskonzept ist notwendig, wenn im Ein- und Mehrfamilienhaus mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht bzw. im Einfamilienhaus mehr als 1/3 der Dachfläche neu abgedichtet werden. Da sich durch die Sanierungsmaßnahmen die Luftdichtheit des Gebäudes erhöht und so der Mindestluftwechsel nicht mehr alleine durch die Infiltration der Gebäudehülle sichergestellt werden kann, ist eine Anpassung des Nutzerverhaltens erforderlich. Es wird eine mehrmalige tägliche Stoßlüftung von 4-6 Minuten empfohlen, oder eine mechanische Belüftung des Gebäudes. Erfolgt kein Austausch der feuchten Raumluft, so kann es durch Kondensation der Feuchtigkeit an den Wänden zu Feuchtschäden bis hin zu Schimmelpilzbildung kommen.

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